Zeit für Paarfotos

Wie viel Zeit solltet ihr einplanen?

Eine der Fragen, die uns bei der Planung fast immer begegnet:

„Wie viel Zeit brauchen wir eigentlich für die Paarfotos?“

Unsere kurze Antwort: Eine Stunde ist meistens ein guter Rahmen.

Nicht, weil wir eine Stunde brauchen, um schöne Bilder zu machen. Sondern weil Zeit vor allem eins schafft: Ruhe.

Die besten Bilder entstehen selten dann, wenn alle auf die Uhr schauen und ihr eigentlich schon beim nächsten Programmpunkt sein müsst.

Es geht auch schneller – aber mit weniger Möglichkeiten

Natürlich können wir auch in 15 oder 20 Minuten schöne Bilder machen. Gerade wenn der Zeitplan eng ist, finden wir eine Lösung.

Dann bleibt aber weniger Raum für:

  • einen kleinen Ortswechsel,

  • unterschiedliche Lichtstimmungen,

  • spontane Ideen,

  • eine kurze Pause zwischendurch,

  • oder den Moment, in dem ihr langsam wirklich ankommt.

Und genau das macht oft den Unterschied. Nicht zwischen guten und schlechten Bildern, sondern zwischen Bildern, die einfach schön sind, und Bildern, die sich wirklich nach euch anfühlen.

Wege dauern länger, als man denkt

Viele Paare planen nur die eigentliche Zeit vor der Kamera ein. Was dabei schnell vergessen wird: Eine Location besteht meistens aus mehr als einem einzigen schönen Hintergrund.

Vielleicht gehen wir durch einen Schlosspark, über Kopfsteinpflaster, an den Strand oder ein kleines Stück über eine Wiese. Mit Kleid, Anzug, Schleier oder Absatzschuhen dauert das manchmal ein bisschen länger.

Das ist kein Problem – wir möchten nur, dass ihr dafür nicht hetzen müsst.

Wir planen lieber mit etwas Luft. Dann können wir unterwegs anhalten, wenn das Licht schön ist, eine spontane Idee ausprobieren oder einfach kurz stehen bleiben.

Beispiel: Strand-Pavillon in Stein

Bei einer Hochzeit am Strand-Pavillon in Stein (eine tolle Location übrigens!) liegt die Badeinsel auf den ersten Blick direkt nebenan. Wenn wir aber alle Foto-Ecken dort mitnehmen wollen und von der Steilküste (Hundestrand) aus am Strand entlang bis zur Badeinsel gehen, sind das ungefähr 600 Meter.

Das sind 6 Fussballfelder. In Hochzeitskleidung, mit Brautkleid, Anzug und vielleicht nicht ganz strandtauglichen Schuhen. Da dauert der Weg dann natürlich länger als ein kurzer Spaziergang. Und zurück müssen wir ja auch noch…

Dazu kommen kleine Pausen, schöne Stellen, wechselndes Licht und die Zeit, die wir brauchen, um vor Ort wirklich anzukommen. Genau solche Wege und Übergänge sollten bei der Planung eines Paarshootings mitgedacht werden.

Warum wir Paarshootings gerne vor der Trauung machen

Viele Paare entscheiden sich dafür, das Paarshooting nach dem First Look und vor der Trauung einzuplanen.

Das hat vor allem einen großen Vorteil: Ihr habt danach mehr Zeit für eure Gäste und müsst euch nicht während der Feier noch einmal für längere Zeit verabschieden.

Außerdem ist die Stimmung beim First Look oft ganz besonders. Der Tag ist noch nicht in vollem Gange, ihr habt einen ruhigen Moment für euch und könnt euch erst einmal wirklich begegnen.

Natürlich ist das kein Muss. Wenn ihr erst nach der Trauung zum Shooting wollt, ist das auch in Ordnung und wir finden einen Ablauf, der passt.

Mehr Zeit ist nie ein Problem

Wenn ihr unsicher seid, plant lieber ein bisschen großzügiger. Wir müssen nicht jede einzelne Minute fotografieren.

Aber wenn wir die Möglichkeit haben, noch eine zweite Ecke mitzunehmen, auf schönes Licht zu warten oder zwischendurch einfach kurz durchzuatmen, wird der ganze Ablauf entspannter.

Die schönsten Paarfotos entstehen selten, wenn man von einem Programmpunkt zum nächsten sprintet. Sondern dann, wenn für einen Moment niemand etwas von euch möchte.